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Asphärische Fläche

Normale Linsen sind sphärisch, das heißt, ihre Oberfläche ist gewissermaßen aus einer Kugel herausgeschnitten. Derartige Flächen lassen sich verhältnismäßig leicht und automatisch schleifen. Sie haben jedoch den Nachteil, dass sie parallel einfallende Strahlen nicht in ein und derselben Ebene zum Schnitt bringen. So entstehen zusätzliche „Scheibchen“ um den eigentlichen Bildpunkt. Diese sogenannte sphärische Aberration geht auf Kosten der Bildschärfe. Und je größer der Linsendurchmesser, um so spürbarer wird dieser Bildfehler, den man deshalb auch als Öffnungsfehler bezeichnet. Verlässt man hingegen die Kugelform, wird eine präzise Strahlenvereinigung in einer Ebene möglich – asphärische Flächen werden zum Retter in der Not. Das einzige Problem: Sie lassen sich nicht mit den herkömmlichen Schleifverfahren herstellen. Lange Zeit scheiterte ihre Herstellung an diesen Schwierigkeiten. Handgeschliffene asphärische Linsen sind enorm teuer. Deshalb suchte Canon nach einer Möglichkeit der Serienfertigung – und fand sie schließlich. Die Abweichung dieser Linsen von der Kugelform ist so gering, dass sie für das Auge noch immer sphärisch aussehen. Die Fertigungstoleranz beträgt nur 0,1 Mikrometer – und ein Mikrometer ist ein tausendstel Millimeter! Zur Abbildung: Die Wirkung einer asphärischen Fläche:Links: Öffnungsfehler einer sphärischen – kugelförmigen – Fläche. Rechts: Saubere Strahlenvereinigung durch asphärische Ausbildung der Linsenfläche.


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